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Oben angekommen, sind wir froh dass es
bereits nach 17:00 Uhr ist. Die Horde der Touristen hat sich verkrümelt und wir haben eine tolle Aussicht auf Ortler und die berühmten 46 Kehren hinab nach Meran.
Wir halten uns nicht lange auf. Hier
oben pfeift ein eiskalter Wind und mein Sohn zieht schon gar nicht mehr den Helm aus. Also, weiter geht’s. Ein Stück auf dem Weg zurück, auf dem wir gekommen sind, und dann rechts ab wieder in die
Schweiz und den Umbrailpass hinunter.
Schotter am Umbrailpass
Bei dieser kalten Temperatur und um
diese Uhrzeit läßt sich auch kein Grenzer mehr blicken. Aber, oh Schreck, der Umbrail besteht nur aus Schotter. Vorsichtig hangeln wir uns Kurve um Kurve hinab. Keine Menschenseele, nur ab und zu ein
vereinzelter Biker, der mit erhobener Grußhand uns entgegen kommt.
In Santa Maria im Münstertal
angekommen, biegen wir rechts ab. Langsam versinkt die Sonne und wir haben noch zwei Pässe bis zu unserem Nachquartier in Davos vor uns. Wir schwingen uns den Ofenpass hinauf. Hindurch durch den
Schweizer Nationalpark. Oben angekommen, kurzer Halt. Der Pass ist um diese Uhrzeit menschenleer und eine unheimliche Stille umgibt uns.
Es geht weiter. Abwärts bis nach
Zernez, rechts abgebogen bis Susch, dann links hoch zum Flüelapass. Aufwärts geht es durch enge Schluchten, Kurve um Kurve bis zur Passhöhe.
Inzwischen ist es 19:00. Der Umbrail mit seiner Schotterstrecke hatte doch viel Zeit gekostet.
Inzwischen ist es empfindlich kalt, die Sonne ist verschwunden und mein Sohn möchte nur noch Essen und Schlafen.
Nach kurzer Rast auf dem Pass fahren wir hinab nach Davos, wo wir nach einer ergiebigen
Dusche und einem opulenten Mahl im Land der Träume entschwinden, gespannt auf den morgigen zweiten Reisetag. Dieser wird uns über den Oberalp, Susten, Grimsel und Simplon
zurück in unser Basecamp am Lago Maggiore führen.
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