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Zurück nach Newcastle und die Nacht im Orkan (letzter Tag)
Der letzte Tag unserer Reise war angebrochen. Heute ging es nur noch hauptsächlich
auf Motorways, unseren Autobahnen nicht unähnlich zurück nach Newcastle. Doch zuerst war Rätsel raten angesagt. War nun die Abfahrtszeit im Fährticket Newcastle
Lokalzeit, oder Kontinentalzeit? Das war schon wichtig, denn schließlich ist dies eine Stunde Unterschied. Wir entschlossen uns die sichere Variante zu wählen und wählten
die Kontinentalzeit. Die bedeutete für uns, bereits um 15:30 Lokalzeit an der Fähre zu sein. Über Edinburgh ging es auf die A1 nach Newcastle, und unsere Entscheidung
war richtig. Wir erreichten die Fähre zur rechten Zeit und schifften uns in strömenden Regen ein.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußten war, daß sich ein Orkantief im
englischen Kanal zusammenbraute, wie es in diesem Jahr noch nicht dagewesen war. Gegen 5 Uhr morgens wurde ich durch ein seltsames Geräusch wach. Wir hatten
diesmal die Kabinen im vorderen Bereich des Schiffes, nahe dem Schiffsboden und es hörte sich an, als ob jemand Unmengen von Sand und kleine Steine gegen die Bordwand wirft. Waren wir auf Grund gelaufen?
Ich begab mich auf Deck 6, wobei begeben übertrieben ist. Ich torkelte mich an allem und jedem abstützend nach oben und dann sah ich die
Bescherung. Das Schiff rollte und gierte in schwerer See und das Geräusch, welches ich wahrgenommen hatte entstand wenn das Vorderteil des
Schiffes in den nächsten Wellenberg eintauchte und die Gischt bis zum Deck 6 empor geschleudert wurde. Überall standen Leute mit Tüten vor
dem Gesicht und seltsam grün um die Nase. Ich begab mich in die Nachtbar und bestellte eine Kanne Kaffe. Auf dem Sessel sitzend, die Kanne
in der linken und die Tasse in der rechten Hand, rutschte ich im Sessel auf dem Boden, jedem Wellenberg folgend, immer hin und her.
Dieser Zustand beruhigte sich erst wieder, als wir in Ijumiden anlegten. Doch dann kam
die böse Überraschung. Meine Varadero war über den Seitenständer gegen die Bordwand gekippt und auf der linken Seite schwer lädiert. Eine Rücksprache mit dem
Lademeister auf Deck, ein Schadensbericht und ein paar Telefonate, Tage später mit der DFDS-Seaways Zentrale in Hamburg lassen jedoch, Dank der prompten
Regulierung, unsere Schottlandtour unvergessen bleiben.
Wir werden wieder kommen.
pictures copyright (c) DFDS-Seaways, Scotland Tourist Board
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