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Erste Etappe – der Grand Saint Bernard (deutsch: Grosser Skt. Bernhardpass)
Gerne kommt man in unserem Hotel dem
Wunsch nach schon um 7:30 mit dem Frühstück auzuwarten, lagen doch mit der heutigen Umrundung des Mont Blanc gute 395km vor uns und das nicht nur über gut ausgebaute Hauptpassrouten. Jean-Jaques der Wirt
hatte dann auch alles vorbereitet als wir bereits um 7:00 begannen unsere Moppeds für den Tag zu rüsten. Tankrucksack, Kamera verstauen, Scottoiler prüfen und nachfüllen, Kamerastativ verzurren.
Während wir unser Frühstück zu uns nahmen versuchten wir mehr über den Felssturz
am St.Gotthard und die damit verbundene Vollsperrung der Autobahn und der Kantonstrasse am Gotthard zu erfahren, rechneten wir doch mit einem nicht
unerheblichen Umleitungsverkehr über den Grossen Sankt Bernhardpass. Mit der Erwartung von etlichen Staus fuhren wir dann gegen 8:00 vom Hotel Les Marécottes los
und liessen uns von den bis hinab nach Martigny reichenden herrlichen Kehren mitreissen. Wir hatten stahlblauen Himmel und das Thermometer zeigte hier in Les
Marécottes auf 1.057m gute 12°C. Es konnte also nicht besser gehen.
Das Hotel Les Marécottes hat einen Stern, ist über 100 Jahre alt und wurde vor 3
Jahren komplett entkernt und neu renoviert. Essen ist super, Service einmalig und der Preis stimmt. Das Beste jedoch sind die vielen Kehren hinab nach Martigny mit einem
atemberaubenden Ausblick in’s Wallis. So was gibt es nur hier.
Unten im Tal angekommen, scheinen wir an diesem Pfingsttag die Einzigsten zu sein, die so früh am Morgen unterwegs sind. Wir fahren durch
ein fast menschenleeres Martigny und biegen am letzten Kreisverkehr auf die Passroute hinauf zum Grand Saint Bernard Pass ein. Im unteren
Teil bis zum Tunnel hinüber nach Italien ist die Passtrasse sehr breit und gut ausgebaut, muss sie doch den Hauptverkehr zwischen Genf und Turin aufnehmen.
Aber auch hier hält sich der Verkehr trotz Gotthard Vollsperrung in Grenzen. Kurz bevor wir in die erste Lawinengalerie einfahren zeigt mein
Thermometer gerade mal noch 3°C an. Also rechts an eine Tankstelle rausgefahren und als zusätzlichen Kälteschutz den Regenkombi
übergezogen. Wie gut diese Entscheidung war, wird sich dann auf dem Pass herausstellen.
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