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Der Umbrail Pass ist im oberen Teil geteert und schwingt sich in sanften Kehren, unterbrochen durch einige
Serpentinen hinab ins Tal. Nach etwa einem Drittel des Weges wandelt sich der Pass in eine gut befestigte Schotterpiste, die jedoch in vorsichtiger Fahrweise ohne Probleme befahren werden kann.
Das untere Drittel jedoch führt durch einen Wald, gespickt mit engen schmalen Serpentinen, um dann in Santa
Maria zu enden. Dort biegen wir in die breit ausgebaute Ofen-Pass Strasse ein, die uns in Handumdrehen zur
Passhöhe führt. Die Auffahrt ist zügig zu meistern und die weit geschwungenen Kurven laden zur Schräglage ein. Gleiches gilt für die nördliche Abfahrt, die im Oberengadin in Zernez endet.
Über den Albula zurück zum Glaspass
Wir folgen dem Inn aufwärts bis nach La Punt Chamues und verpassen um ein Haar die kleine Auffahrt zum
Albula Pass, der sich in sehr engen Kehren an der Nordflanke des Engadin nach oben windet. Im unteren Teil
durch spärlichen Baumwuchs aufgelockert, zeigt der Pass im oberen Teil nur Geröll und wenig Vegetation.
Wir hatten in Zernez Frank mit seiner BMW Cruiser verloren und wurden uns schnell einig auf dem Albula eine Kaffepause
einzulegen. Wir machten es uns also vor dem Hospiz gemütlich und beobachteten das muntere Treiben vor uns auf der Passhöhe. Schnell kamen die ersten
Benzingespräche in Gang und nach der dritten Tasse Kaffe, kam dann auch Frank mit seiner Gummikuh angeschossen.
Er hatte natürlich die Auffahrt verpasst und war weiter bis St. Moritz gefahren. Schnell hatten wir
uns ausgetauscht, und nach einer weiteren Stunde angenehmer Unterhaltung mit anderen Tourenfahrern machten wir uns gegen 16:00 wieder auf den Weg.
Die Albula Nordflanke ist sehr kurvenreich, landschaftlich herrlich und wird von der Rätischen
Bahn begleitet. Auf gewagten Bauten überquert sie das Tal um an Höhe zu gewinnen und wir sind begeistert von dieser architektonischen Leistung der Ingenieure. Über Bergün und Filisur geht es
nach Tiefencastel, wo wir durch die Schinschlucht wieder Thusis erreichen.
Ach was freuen wir uns auf den krönenden Abschluss dieses ersten Tourtages. Fünfzehn
Kilometer schönste Kurven bis hinauf zum Glaspass unserer Herberge dem Berggasthof Beverin, wo uns die Wirtin Alice bereits mit einem guten Appenzeller Bier und einem ausgiebigen vier
Gänge Menue mit Nachschlag erwartet.
Als wir nach dem Essen noch den Sonnenuntergang verfolgen und den klaren Sternenhimmel
bewundern, freuen wir uns bereits auf den morgigen Tag, der uns über den Oberalp nach Uri und zum Grimsel bringen wird. Wir hatten uns fest vorgenommen, dieses Mal zum Oberaargletscher
vorzustossen. Mehr dazu im Reisebericht “Durch vier Kantone in der Zentralschweiz”
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