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Details
(alle in diesem Reisebericht gezeigten Bilder besitzen einen Link und können im Grossformat abgerufen werden).
Strecke: Thusis, Tiefencastel, Julierpass, Silvaplana, St. Moritz, Berninapass, Forca de Livigno, Foscagno Pass, Stilfser Joch, Umbrail Pass, Ofenpass, La Punt-Chamues, Albula Pass, Thusis.
Dauer: 10h mit ausgiebigen Fotohalten und Mittagessen auf dem Stilfser Joch.
Länge: 276km gesamt, bis Stilfser Joch Halbzeit 148km.
Wenn die Sonne die Berggipfel kitzelt
Möchte man die Ostschweiz und Teile Italiens mit dem Motorrad erschliessen, bietet sich ein Standort in Graubünden
an. Von hier aus können alle grösseren Pässe ohne Stress in einer Tagestour erreicht werden. Die Wahl fiel daher auf den vom Tourenfahrer empfohlenen Berggasthof Beverin am Glaspass, oberhalb von Thusis. Wie sich sehr schnell herausstellte, eine vortreffliche Empfehlung.
Gewiss, es ist schon gewöhnungsbedürftig als
“Flachlandtiroler” auf 1.880m Höhe in einem 400 Jahre alten Gasthof zu nächtigen. Jedoch wird man mit einem riesigen klaren Sternenhimmel und einem traumhaften Sonnenaufgang
belohnt. Hans, der Wirt meinte, dass wir ohne Probleme auf einen Wecker verzichten könnten, als ich Ihn um einen Weckruf um 7:00 Uhr bat. Er hatte recht. Früh am Morgen
kitzelte die Sonne durchs offene Fenster und die Kuhglocken taten Ihr übriges.
Nach einem deftigen Frühstück rollten wir unsere Maschinen aus der Garage und fuhren die 15km Kurven hinab ins Tal. Unten in
Thusis angekommen, waren die Motoren und die Reifen warm und wir hielten uns nach Osten in Richtung Tiefencastel und Davos.
Der Julier, ein alter Römer
Schon kurz nach Thusis tauchen wir in ein Tunnel ein, welches uns in gleissendes Gegenlicht ausspuckt. Klar, wir fahren nach Osten.
Also haben wir die Sonne direkt vor uns. Nur gut, dass wir unsere Visiere noch gereinigt hatten, denn sonst wäre Blindflug angesagt.
Sanft schwingt sich die Strasse bis Tiefencastel höher, immer
wieder durch ein Tunnel unterbrochen. Kurz vor dem Kreisverkehr in Tiefencastel hilft uns eine BP Tankstelle noch schnell den Tank zu füllen, da wir jedoch zu früh sind, dürfen
wir den Tankautomaten mit 10 Frankenscheinen füttern. Hier heisst es gut zu planen, damit der bezahlte Sprit auch in den Tank passt.
Endlich geht es los. Und wie. Der Julierpass bietet von unten
weg bereits Fahrspass pur. In engen Kehren, mit gutem Asphalt geht es nach oben in ein Hochtal. Die Sonne ist nun links von uns und zeichnet durch die langen Schlagschatten
ein traumhaft schönes Landschaftsbild. Da um diese Zeit so gut wie kein Verkehr herrscht, können wir die Fahrt in Ruhe geniessen. Nur einige einheimische Töffpiloten, zirkeln auf dem
Weg zur Arbeit mit High-Speed an uns vorbei.
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