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Grimselhatz und das Hotel aus Holz
Es ist bereits später Nachmittag und unsere Bikerinnen fangen an sich nach einer
Bleibe und einer Dusche zu sehnen. Da wir oben auf dem Grimsel kein Zimmer reserviert hatten, blieben Inge und Andreas kurz in Innertkirchen, während wir die Grimsel nach oben pfiffen.
Trotz meiner 1.100ccm und 98PS ist es mir nicht gelungen, die leichte KLE500
meiner Frau abzuhängen. Nun ja, ich hatte das ganze Gepäck und meine Kawa wog mit mir auch runde 100kg mehr (nur eine Ausrede – sagt meine Frau).
Nach knappen 20 Minuten waren wir oben. Das erste Hotel oben am Paß heißt Hotel Alpenrösli. Der freundliche Kellner fährt selbst
Motorrad, und so waren schnell die besten Zimmer für uns reserviert. Wir ließen dann den Abend bei Hausmannskost ausklingen und fielen danach, sehr früh, müde in unsere Betten.
Der Nufenen und die Murmeltiere
Nach einem kräftigen Frühstück bestiegen wir am nächsten Morgen unsere Motorräder. Es ist schon ein seltsames Gefühl, so früh am
Morgen beinahe ganz alleine oben auf dem Grimsel zu stehen und die Schatten der aufgehenden Sonne zu verfolgen. Langsam ließen
wir unsere Motorräder an der Grimsel Südseite den Berg hinab rollen, um dann in Gletsch wieder rechts ins Goms abzubiegen. Wir hatten hiermit den Kreis über Furka, Susten und Grimsel geschlossen.
Im Goms angekommen, führt uns in Ulrichen die Nufenen Paßstraße nach links
wieder in die Berge. Wir wollen über diesen Paß wieder zurück ins Tessin und über die alte Sankt Gotthard Straße zurück zum Lago Maggiore.
Am Nufenen findet man selbst im Juli noch riesige Schneewächten und
Murmeltiere spielen ungeachtet des Verkehrs neben der Straße.
Über die Passhöhe pfeift immer ein sehr heftiger und böiger Wind und sorgt für
Druckausgleich zwischen dem Tessin und dem Wallis.
Die Straße von Ulrichen hoch, schmal aber mit gutem Belag, die Abfahrt ins Tessin besteht zum größten Teil aus Betonplatten. Hier ist
speziell in den Serpentinen Vorsicht geboten
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