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Den Flüela Pass erreicht der Reisende von Norden kommend über Davos, genauer über Davos Dorf und von Süden aus dem Engadin über Zernez und Susch. Der Pass quert die Rhätischen Alpen und ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen zwischen Davos und dem Unterengadin. Dies ist auch mit ein Grund, warum versucht wird, den Pass das ganze Jahr über geöffnet zu halten, was bis auf die Übergangszeiten im Frühjahr wegen der Lawinengefahr auch meistens gelingt.
Bereits im Mai, wenn sich links und rechts der Strasse noch die Schneemauern türmen, erreicht der Tourenfahrer auf nahezu trockener Strasse das sonnige Engadin, wo er sich nach Norden in Richtung Reschenpass, oder nach Süden in Richtung St.Moritz oder Tessin auf den Weg machen kann.
Die Nordseite des Passes entlässt den Reisenden aus Davos Dorf in einen kleinen Nadelwald, in dem die gut ausgebaute Strasse mit sanften Kurven die ersten Höhenmeter gewinnt. Weiter aufwärts geht es durch das Flüelatal mit wenig Baumbestand und dem ersten Ausblick hinauf zum Pass und dem Flüela Weisshorn mit seinen 3.085m. Wir passieren den kleinen Ort Tschuggen und erreichen bald darauf die erste Serpentinenkombination, die uns vorbei am Wegerhaus nun endgültig hinauf in eine sehr karge Gegend führt.
Von hier an windet sich die Strasse in schönen Kurven- und Serpentinenkombinationen hinauf zum Pass. Vorsicht ist dennoch geboten, da einige dieser Kurven sich ab dem Scheitelpunkt zuziehen. Also Augen auf. Die Passhöhe selbst liegt auf einem Hochplateau in einem Taleinschnitt. Ein Hospiz, ein Andenkenladen und ein kleiner See laden zur Rast ein. Hier oben ist das ganze Jahr über reger Betrieb und die Durchfahrt zwischen den Gebäuden sollte vorsichtig von statten gehen um mit den vielen Fahrradfahrern und Wohnmobilisten nicht zu kolidieren. Empfehlenswert ist es, nicht direkt am Hospiz zu halten, sondern gute 100m weiter zu fahren. Hier bietet auf der rechten Seite eine Parkbucht die Möglichkeit einen herrlichen Blick über den See und das Hospiz zu geniessen. Dieser Ort war auch der Kamerastandort für das obige Panoramabild. Frei grasende Schafen und Ziegen laden dann auch noch zum Photoshooting ein.
Auf der südlichen Seite ist die Strasse nicht so gut ausgebaut, da die meisten Touristen eben doch von Davos aus zum Fluela hochfahren. Frostrisse und Schlaglöcher sind an der Tagesordnung und die eine oder andere Baustelle begleitet den Tourenfahrer bis hinab nach Susch. Die Abfahrt weist keinerlei Überraschungen auf und kann relativ zügig bewältigt werden. Im unteren Drittel führt die Strasse wieder ausnahmslos durch Nadelwald um dann auf die B27 zu stossen, die von links aus dem Unternegadin kommend nach rechts in Richtung Zernez und St.Moritz weiterführt. Nach links gelangt man zum Reschenpass, nach rechts über Zernez zum Ofenpass, oder weiter zum Albula, Bernina, Julier und Maloja hinab ins Tessin, wo der Splügen die grosse Runde abschliesst.
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