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Obwohl die Dolomiten - geologisch gesehen - zu den Südalpen gehören und auch geografisch bereits in einiger Entfernung vom Alpenhauptkamm liegen, weisen sie im grossen und ganzen ein recht rauhes Klima auf. Dem alpinen Klima entspricht das Pflanzenkleid. Abgesehen vom “Mittelgebirge” westlich vom Schlern (2.461m) und bei Brixen, wo noch die Edelkastanie und selbst die Rebe einige Verbreitung findet, tragen die Talflanken und Hochflächen, sofern nicht gerodet, herrliche Nadelwälder. Die Almböden, allen voran die riesigen Berwiesen der Seiser Alm sind Blütenmeere von einzigartiger Pracht und unerschöpfliche Fundgrube für den Alpenbotaniker.
Die Seiser Alm (ital. Alpe di Siusi) liegt eingebettet zwischen Schlern (2.461m) im Westen, dem Rosengarten (2.981m) im Süden, dem Langkofel (3.181m) im Osten und dem Grödnertal im Norden. Die Seiser Alm ist die grösste Hochalm in Europa und ist Teil des Parco Naturale dello Sciliar (Schlern). Ein Befahren der Seiser Alm ist während des gesamten Jahres nur in den letzten beiden Oktobermonaten möglich. Während des ganzen Jahres werden die Touristenströme über Busse und eine Bergbahn auf die Hochebene gebracht. Wenn ihr also zur Seiser Alm hinauffahren wollt, so solltet ihr Eure Tour in den sogenannten “Indianersommer”, also in den Herbstmonat Oktober verlegen. Im Oktober ist in den Dolomiten Ruhe eingekehrt.
Die Haupttouristenströme sind versiegt, der Südtiroler geht seinem Tagesgeschäft nach, die Strassen sind frei, die Luft klar und an jeder Ecke findet ein Weinfest statt. Törgelen nennt man das hier. Voraussetzung für eine Motorradtour ist ein stabiles Hochdruckgebiet über Zentraleuropa. Dann sollte man unbedingt die Dolomiten besuchen.
Die Seiser Alm ist über Kastelruth zu erreichen. Kurz vor dem Ort, aus Bozen kommend, zweigt rechts die Strasse ab, hinauf zur Seiser Alm. In etlichen Kurven und Kehren windet sich die Strasse hinauf zur Alm und gibt zwischendurch gigantische Ausblicke auf das Eisacktal und den in der Ferne liegenden Ortler frei. Hat man die Höhe erreicht, so erlangt man einen Blick auf die rückwärtige Ansicht von Schlern, Rosengarten und Langkofel. Erwähnenswert ist auch noch der Besuch des Museums der Kastelruther Spatzen. Diese Volksmusikgruppe gilt als Helden der Volksmusik in Tirol und wird von Alt und Jung vereehrt. Das Museum mit Ladengeschäft liegt in Kastelruth direkt an der Durchgangsstrasse in Richtung Grödnertal.
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