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Die grosse Dolomitenstrasse, welche in den Fünziger Jahren aus Anlass der Olympischen Spiele in Cortina d’Ampezzo gebaut wurde, verbindet Bozen mit dem Wintersportort Cortina d’Ampezzo. Der Weg führt über den Passo di Costalunga, auch bekannt als Karepass vom Westen her kommend durch Pozza im Fassatal, Canazei, über den Passo Pordoi, oder auch Pordoi Joch genannt, über Arabba nach Andráz, wo sie zum Passo di Falzárego aufsteigt. Der Pass windet sich, von Andráz kommend durch das Tal Val di Limides, eingerahmt vom Col di Lana (2.462m) links und dem Monte Averau (2.648m) rechts, sehr kurvenreich und etlichen Serpentinen folgend durch einen Wald, der fast ausschliesslich aus Nadelgehölz besteht. Auf der Passhöhe selbst, zweigt links die Strasse zum Passo di Valparola ab, dessen Passhöhe bereits nach mehreren hundert Metern erreicht ist.
Neben einem Hotel, einem Souvenierladen und einer Kapelle, zum Gedenken der Toten im ersten Weltkrieg, befindet sich noch die Talstation der Bergbahn hinauf zum Kl.Lagazuoi (2.779m) auf der Passhöhe, die ohne Pfeiler, freischwebend den Gipfel erreicht. Dieser Berg überragt alles und prägt das Bild des Passo di Falzarego. Es lohnt sich auf dem Passo di Falzarego etwas länger zu verweilen. An diesem geschichtsträchtigen Ort tobten zu Zeiten des ersten Weltkriegs furchtbare Stellungsschlachten und die Gegend um den Falzarego und Valparola ist übersäht von Trümmern, Schützengräben und Granaten.
Wählt man die Seilbahn hinauf zum Gipfel, dann wird einem das Ausmaß des Krieges erst richtig bewusst. Unzählige Schützengräben und Bunker durchziehen den Fels an der Stelle, wo sich damals Italiener und Österreicher erbittert gegenüber standen.
Richtung Osten verlassen wir die Passhöhe und folgend dem Wegweiser nach Cortina d’Ampezzo. Sofort tauchen wir wieder in weitläufige Nadelwälder ein, die uns durch sanfte Kurven begleiten. Etwa zwei Kilometer vor Cortina d’Ampezzo, liegt die Abzweigung rechts hinauf zum Passo di Giau und nach weiteren zwei Kurven liegt Cortina im Tal vor uns ausgebreitet. Der grösste ANteil der Nadelwälder sind Lärchenbäume. Diese bilden speziell im Oktober mit ihren verfärbten Nadeln zum berühmten “Indian Summer” (Indianersommer) bei. Dann nämlich wenn der Himmel stahlblau und die Flora bunt gefärbt ist.
Der Fahrbahnbelag des Passo di Falzarego kann man durchaus als gut betrachten, läuft auf dieser Strasse doch der hauptsächliche Verkehr zwischen Bozen und Cortina ab.
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