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An der Westseite des Etschtals, mit einem herrlichen Blick über Bozen und dem Kalterer See, liegt der Mendelpass. Obwohl der Pass selbst von dichtem Wald umgeben ist und so gut wie keine Aussicht in’s Etschtal erlaubt, bietet sich dem Motorradfahrer im felsigen Steilstück die Möglichkeit in die wenigen Ausweichbuchten einzulenken und von dort einen traumhaften Ausblick zu geniessen. Der Blick reicht dann vom Kalterer See, weit über die Dolomiten, den Ritten und Bozen.
Der Pass selbst zweigt aus dem Etschtal kurz hinter Eppan in Fahrtrichtung Kaltern nach rechts ab und führt zu Beginn durch Obstplantagen um dann relativ schnell in dichtem und kühlen Wald zu verschwinden. Seit vielen Jahren wird der Mendelpass nun ausgebaut (schon in den 90igern waren die dabei) und wird daher immer übersichtlicher und besser zu befahren, jedoch sind die häufigen Baustellen, speziell im Hochsommer mit Vorsicht zu geniessen (im Sommer 2006 alleine 3 Stück mit Schotterstrecke).
Die Passhöhe selbst ist vom Tourismus geprägt und mehrere Restaurants laden mit Veranda zum Verweilen ein, wobei die Preise erstaunlicherweise in einem vernünftigen Rahmen liegen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher von der Passhöhe hinauf zum Pénegal (1.737m), von wo man einen traumhaften Ausblick in’s Etschtal geniessen kann. Da vom dortigen Parkplatz bis zum Aussichtspunkt einige Meter zu gehen sind, sollte man nichts loses am Motorrad zurücklassen. Schilder warnen extra vor Langfingern.
Die westliche Seite des Mendelpasses führt wieder durch dichten Nadelwald und erreicht nach wenigen Kilometern das Örtchen Fondo. Der Mendelpass selbst ist die Grenze zwischen Südtirol im Osten und dem Trentino im Westen. Von Fondo aus nach Süden lässt sich die Tour zum Gardasee verlängern, geradeaus über den Tonalepass zum Gavia oder Stilfserjoch und nach rechts über den Gampenpass und das Ultental, oder über Meran zum Timmelsjoch.
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