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Der Klausenpass, etwas abseits gelegen verbindet er den Kanton Glarus mit dem Kanton Uri, oder besser gesagt die Gegend um den Walen- und Zürichsee mit einem der wichtigsten Alpentransitstrecken, dem Gotthard. Die Verbindung von Nordost nach Südwest inmitten der Schweiz bietet auch den idealen Einstieg in die Passwelt rund um Furka, Susten, Grimsel und Oberalp.
Sollte auch eine autobahnfreie Anfahrt gewünscht sein, so sollte man tunlichst die Fähre von Meersburg nach Konstanz nehmen und dann der Kantonstrasse 16 über Wil bis Wattwil folgen. Von dort gelangt man über schöne Nebenstrassen über den Rickenpass, Ziegelbrücke und Glarus zum Einstieg in den Klausenpass.
Am Ortsausgang von Linthal beginnt die Passstrasse und stimmt uns gleich auf die Qualität dieser ein. Nicht sehr breit und im unteren Bereich des Passes teilweise mit Kopfsteinflaster ausgekleidet windet sich die Passstrasse auf den ersten fünf Kilometern teilweise durch Wald, teilweise durch Almwiesen in mehreren Serpentinen nach oben.
Kurz darauf wird der Urnerboden erreicht. Eingekeilt zwischen Ortstock (2.717m), Chamerstock (2.124m) und Gemsfairenstock (2.972m) verläuft die Strasse entlang des Talbodens nahezu auf einer Ebene. Links und rechts säumen Weiden den Weg und der Blick reicht weit hinauf zu den Berghöhen.
Der Belag lässt das Motorrad tanzen und nach knappen acht Kilometer - oberhalb der Baumgrenze - steigt die Strasse in den nächsten Anstieg ein. Der Belag wird merklich besser und Serpentine um Serpentine zieht sich die Passstrasse nun vor einem herrlichen Bergpanorama bis hinauf zur Passhöhe.
Die Passhöhe selbst bietet neben einem Andenkenladen, einem Schnellimbiss auch eine öffentliche Toilette, die bei meinem Besuch (Mai 2003) blitzsauber und bestens ausgestattet war. Einen knappen Kilometer nach der Passhöhe in Richtung Uri findet man das Hotel Klausenpasshöhe. Das Haus bietet für moderate Preise ein gutes Essen. Ist man früh morgens im Süddeutschen aufgebrochen, so hat man jetzt meist Mittag und die Klausenpasshöhe bietet sich als willkommene Mittagspause an. Von hier öffnet sich ein herrlicher Blick hinab in’s Schächental.
Nach dem üppigen Mittagessen wieder aufgesattelt, folgt die Strasse, immer noch mit sehr gutem Belag, entlang der rechten Talseite dem Verlauf des Schächentaler-Windgällen (2.764m) hinab bis Bürglen. Es geht durch mehrere kleine Ortschaften, bis Bürglen erreicht ist.
Manch einer übersieht ihn, wenn er in Bürglen flink um die Linkskurve wetzt. Richtig, Wilhelm Tell in voller Grösse. Die Linkskurve umrundet übrigends das Tell Museum. Also das nächste Mal nehmt Euch die Zeit und sagt diesem grossartigen Kämpfer für Recht und Freiheit zumindest mit einem Bikergruss ein nettes “Grüetzi”. Tell steht, wenn man vom Pass oben kommt, links in der Kurve, gegenüber dem Tell Museum.
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